Am SonntagGespräch

Lesung & Gespräch: Peter Hacks, oder: Die nichtengagierte Literatur engagierter Literaten

Sonntag, 16:30 – 18:00 Uhr, Kulturpavillon

Mit Peter Hacks (1928 – 2003) ist ein großer DDR-Dramatiker fast völlig aus der Theaterlandschaft getilgt worden. Seine „Sozialistische Klassik“ ist nicht kompatibel mit der Diktatur jenes Bürgertums, die Hacks nicht verzeiht, dass dieser für den „sauren Apfel“ Realsozialismus bis Lebensende Partei ergriff, statt den „faulen Apfel“ Imperialismus zu umarmen. Dabei ist seine Kunst keine einfache AgitProp-Literatur, trotzdessen er sich stets in Essays und Artikeln im Klassenkampf positionierte. Seine Dramen sind realistisch, weil er nicht einfach das Bestehende abbilden wollte, sondern seine Figuren den Konflikt zwischen gegenwärtigen Zwängen und möglichen Entwicklungen austragen. Über eine kontroverse Figur der deutschen Theaterlandschaft diskutieren der Literaturwissenschaftler und Publizist Dr. Kai Köhler, Lea Fresmann und Mathias Löber (beide Gesellschaft für dialektische Philosophie). Obendrein gibt’s mit einer Lesung einen direkten Einblick in Hacks’ Werk.