Am SamstagGroße BühneKonzert

Veedel Kaztro

Samstag, ab 19 Uhr, große Bühne

Veedel Kaztro – halb Mensch, halb Kater – hängt immer noch am Büdchen ab. Vielleicht am Ebertplatz, in Beverly Sülz oder irgendwo im Süden der Stadt. Veedel ist das kölsche Idiom für Viertel und das Büdchen ist für den Kölner, was dem Berliner der Späti und dem Ruhrpotthomie die Trinkhalle ist. Veedel Kaztro ist der spannendste MC, den Köln in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Neben Slime (legendäre Deutschpunkband aus den 80ern. Grösster Hit: „Bullenschweine“) zählen But Alive, Refused, At The Drive In aber auch Tocotronic zu Veedels frühen Lieblingsbands. Als er 14 ist, machen Wu-Tang eine neue Tür für ihn auf. Sidos „Maske“ ist für Veedel wie ein Telegramm. Ab da will er Hip-Hop sein. Drei Jahre später – wir schreiben 2007 – verteilt er auf dem Schulhof sein erstes selbstgebranntes Album „Weg Hier (Demotiviert“). Veedels Rapgeschmack passt dabei bis heute in keine Schublade. Er mag Guru, Eminem und Jay-Z und feiert 2 Chainz, Wacka Flocka und Gucci Mane. In Deutschland schätzt er Nate 57, Kamp, Prinz Porno, Casper, SD, Hiob, Prezident und den Retrogott. Veedels Texte sind intelligent, ironisch und persönlich. Dabei aber immer frei Schnauze und mit Punchlines versetzt die „Rewind!“ schreien. „Generation Maybe?“ Eher nicht so. Der Junge brennt für Rap und das ist gut so.